Tegel-Süd: „Wild West“-Parken soll unterbunden werden

12.03.2020 | Aus dem Wahlkreis

„Bei mir häufen sich die Beschwerden über die Parksituation im Bereich zwischen den Borsighallen und der Bernauer Straße“, berichtet der zuständige Wahlkreisabgeordnete für Tegel-Süd, Stephan Schmidt, und hat sich deshalb den Bereich gemeinsam mit dem verkehrspolitischen Sprecher der CDU in der BVV Reinickendorf, Frank Marten, angeschaut. 27 Falschparker auf Gehsteigen, auf Grünstreifen und vor Grundstückszufahrten hat man in nur einer halben Stunde gefunden. Stephan Schmidt fordert deshalb den für das Ordnungsamt zuständigen Stadtrat Maack auf, dieses "Wild-West-Parken" wirksamer zu unterbinden und keine rechtsfreien Räume zuzulassen.
Frank Marten: „Auf einem kurzen Rundgang haben wir in vier Straßen innerhalb einer halben Stunde 27 klare Parkverstöße registriert. Das meiste betraf den eigentlich als Grünstreifen gedachten Mittelstreifen im hinteren Teil der Biedenkopfer Straße und verbotenes Gehwegparken an vielen anderen Stellen. Ein großes Problem sind auch zugestellte Zufahrten zu den Müllplätzen in den Wohnanlagen. Die BSR weigert sich zurecht, sich selbst darum zu kümmern, das Ergebnis sind dann Beschweren über nicht abgeholte Mülltonnen. Hier muss dringend etwas geschehen, denn das Ordnungsamt reagiert auf entsprechende Beschwerden ausweichend bis gar nicht, berichten uns Anwohner.“

Stephan Schmidt sieht deshalb den für das Ordnungsamt zuständigen Stadtrat in der Pflicht: „Stadtrat Sebastian Maack hat mit seiner Fixierung auf den Bereich Reinickendorf-Ost zugelassen, dass in anderen Ortsteilen beim ruhenden Verkehr so etwas wie „Wild West“ herrscht. Er war ursprünglich mal angetreten, um angebliche „rechtsfreie Räume“ zu beseitigen, jetzt schafft er selber welche, weil hier nicht mehr regelmäßig kontrolliert wird. Das sollte sich schleunigst ändern.“

Zudem fordert Schmidt, dass auch weitergehende Maßnahmen für diesen Bereich von Tegel-Süd geprüft werden. „Das Problem bei den Parkplätzen in diesem eigentlich reinen Wohnviertel reicht von den Beschäftigten der nahen Unternehmen und in den Borsighallen, Pendlern, welche die U-Bahnhöfe Borsigwerke und Holzhauser Straße nutzen, bis hin zu den Besuchern des Schulungszentrums im TOP Tegel. Das Bezirksamt sollte Im Zweifel muss hier eine weitere Kurzparkzone mit Anwohnerparkausweisen geprüft werden. Zusammen mit dem bereits bei der BVG in Prüfung befindlichen Mobilitäts-Hub am Lichtenbergplatz kann so hoffentlich eine für alle akzeptable Lösung gefunden werden“, so Stephan Schmidt.